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        <name>Merscher Bienen und Bienenprodukte</name>
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    <title>Blog / Atom Feed</title>
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    <updated>2021-07-20T01:15:24+02:00</updated>
    
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            <title type="text">Bienenfleiß: erste Erfolge</title>
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                                            Aus den Einnahmen der verkauften Bienenprodukte haben wir einen Wildblumenwiese angesät.
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                 Wir haben ja schon an mehreren Stellen geschrieben, dass es uns weniger um den kommerziellen Erfolg, als vielmehr darum geht, einen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität und die Stärkung von Wildbienen, Schmetterlingen und anderen Wildinsekten geht, die derzeit akut menschgemacht im Niedergang begriffen sind. 
 Als eines der ersten Ergebnisse haben wir in diesem Jahr bei einem lokalen Händler Wildblumensamen von im Guttland heimischen Blumen und Wildkräutern gekauft und entlang der A7 bei Mersch gesät. An dieser Stelle nochmals einen großen Dank an all die Freiwilligen der  Transition Uelzechtdall , die uns an diesem 1. Mai (sic: dem Tag der Arbeit) tatkräftig und mit großem Engagement unterstützten! 
 Eine Wildblumenwiese anzulegen ist gar nicht schwer und wir können nur jedem raten, den der Erhalt der verbliebenen Insektenarten am Herz liegt, auf freien Flächen eine anzulegen. Sie ist leicht anzusäen und anspruchslos im Unterhalt. Dazu bietet sie Nistplätze und Nahrung für unsere Bienen und viele wilde Insekten. 
    
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                            <updated>2021-05-11T10:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Herbst im Bienenvolk</title>
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                                            Nach Honigernte und sommerlicher Varroabehandlung wird es zum Herbst ruhig im Bienenvolk
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                 Nach einem heißen und recht trockenen Sommer schließen wir die Bienensaison 2020 nahezu ab. Die Honigernte war recht klein, obwohl ein reiches Blütenangebot vorhanden war. Wer sich noch mit lokal erzeugtem Honig für den Winter eindecken möchte, sollte sich beeilen. Deshalb reichen de Erträge aus dem Honigverkauf wahrscheinlich nicht aus, um ein weiteres Insektenhotel zu erwerben und installieren. Wir hoffen deshalb auf das kommende Jahr. 
 Erfreulich war meine Teilnahme am nationalen Varroamonitoring, zu welchem der Luxemburger Bienenberater an meinen Bienenstand kam und aus den Völkern Proben entnahm, die auf Varroabefall getestet wurden - einmal vor der Behandlung der Völker mit Ameisensäure und einmal danach. Die Testergebnisse waren sehr positiv, der Befall der Bienenvölker mit Varroa war sehr gering, sogar etwas stärker nach der Behandlung. Aber ich kann alles in allem zufrieden sein, die Völker werden so gesehen gut durch den Winter kommen. 
 Dafür macht mir das Volk in unserem Garten Sorgen. Schon Ende September war ein Kommen und Gehen von Wespen an der Bienenkiste zu beobachten, obwohl ich das Einflugloch schon stark verkleinert hatte. Dort schien auch der Widerstand der Bienen recht gering zu sein, obwohl normale Völker sich gerade in dieser Zeit erbittert zur Wehr setzen, um ihre Wintervorräte vor Räuberei zu schützen. Denn wenn diese Vorräte von den Wespen geklaut werden, kommt das Bienenvolk u.U. nicht über den Winter. Auch in der Kiste selbst bewegten sich die Wespen nahezu unbehindert. Das weist nach Aussage unseres Vereinspräsidenten auf eine schwächelnde Königin oder eine anstehende Umweiselung (also ein Königinnenwechsel) hin, was viel zu spät für dieses Jahr wäre. Keine guten Aussichten für dieses Volk. Ich werde es über den Winter wohl im Auge behalten müssen. 
    
 Das vergangene Wochenende war für einen Novemberanfang nochmals sehr warm. Wir unternahmen eine Wanderung und fanden das Prachtexemplar auf dem Titelbild, der 850 g auf die Waage brachte und herrlich schmeckte. Auf der Wanderung begegneten uns auch noch einige Bienen mit Pollenhöschen, für diese Zeit auch schon recht ungewöhnlich. 
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                            <updated>2020-11-03T15:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Wie Bienengift Leben retten kann</title>
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                                            Bienen können Leben retten
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                 Wer uns auf dem sozialen Netzwerk von jenseits des Atlantiks folgt, dem wird nicht entgangen sein, dass der Imker bei seiner Tätigkeit auch mal von seinen Bienen gestochen werden kann. Das kann zu allergischen Reaktionen führen, solche Reaktionen werden&amp;nbsp;wesentlich vom Zustand des stechenden Tiers beeinflußt - Kondition, evtl. Schmutzpartikel oder Krankheitserreger am Stachel etc.. In aller Regel nehmen solche allergischen Reaktionen mit den Jahren beim Imker durch wiederholte Konfrontation mit dem Bienengift (Apitoxin) ab. Das kann interessante Folgen haben. 
 Eine Wanderfreundin beobachtete in einem tschechischen Krankenhaus in den 90er Jahren, in dem sie ihre Ausbildung absolvierte, eine interessante Behandlung. Es wurde ein Mädchen nach einem Bienenstich mit einem anaphylaktischen Schock eingeliefert und behandelt. Das medizinische Personal veröffentlichte einen Aufruf an die örtlichen Imker, Blut zu spenden, der auch erhört wurde und so spendete ein langjähriger Imker mit der selben Blutgruppe Blut für das Mädchen. Der gewünschte Effekt trat tatsächlich ein: die Bienengifttoleranz im Blut des Imkers wirkte sich auf die Gesundheit des Mädchens nach der Bluttransplantation nachhaltig aus, die schweren Allergiesymptome schwächten sich auf ein deutlich geringeres Maß ab und so konnte das Leben des Mädchens gerettet werden. 
 Ob das Blut des Mädchens später die Bienengifttoleranz übernahm oder in sich erhielt, ist nicht bekannt. Dennoch faszinieren solche Einblicke in therapeutische Ansätze und die langfristige Wirkung der Bienenhaltung abseits von Honig und Co. Daneben entwickelt sich gerade ein breites medizinisches Anwendungsspektrum von Erkrankungen mit Apitoxin. Ob Bienengift einen Einfluß auf die Immunität gegen oder den Verlauf von Covid19- Erkrankungen hat, wird gegenwärtig erforscht. 
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                            <updated>2020-05-27T13:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Wunderstoff Bienenwachs</title>
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                                            Was Bienenwachs ist, wie er gewonnen wird und was man mit ihm machen kann
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                 Neben dem Honig gibt es zahlreiche weitere Naturstoffe, die uns die Bienen schenken. Eines der interessantesten ist der Bienenwachs, ein Sammelsurium aus ca. 300 Einzelstoffen, vor allem Estern und Kohlenwasserstoffen, welches bei Zimmertemperatur leicht formbar ist und antibakterielle Eigenschaften besitzt. 
 Wie Bienenwachs entsteht 
 Um im Bienenstock Waben herzustellen, in denen die Brut bis zur vollwertigen Biene aufgezogen wird, besitzen die Baubienen im Alter von 12-18 Tagen am hinteren Unterleib 8 kleine Wachsdrüsen, aus denen der Wachs bei Bedarf ausgeschwitzt und in den Zwischenringtaschen zu feinen Blättchen geformt wird. Diese feinen Wachsblättchen werden von der Biene gekaut, geformt und miteinander verbunden, bei dieser Verarbeitung setzt die Biene dem Wachs auch seine antibakteriellen, hautfreundlichen Eigenschaften zu, die sie aus mehreren anderen Drüsen Ihres Körpers gewinnt. 
 Die Wachsgewinnung ist für die Bienen ein aufwendiger Vorgang. Eine Biene kann pro Tag nur 8 Wachsblättchen produzieren und verarbeiten, dabei benötigt sie dafür etwa die vierfache Menge an Honig. Das Bienenwachs ist unglaublich leicht, 1 g Bienenwachs entsteht aus 1250 Wachs- Blättchen, dementsprechend viele Bienen werden im Frühjahr gebraucht, um im Bienenvolk genügend Waben für den Nachwuchs bauen zu können. 
 Architektonisch sind Bienenwaben ein Wunder der Natur. Bei minimalem Materialeinsatz entstehen hochstabile Verbindungen mit optimalem Volumen, um aus Bieneneiern und Futtersaft erwachsene komplette Bienen aufzunehmen. Dabei ist Bienenwachs wiederverwendbar, denn die Biene kann das Wachs an einer Stelle des Bienenbaus mit dem Sekret ihrer Mandibeldrüsen aufweichen und an anderer Stelle wieder in eine Wabe einbauen. Dabei kontrolliert sie die Form der Zelle und&amp;nbsp; Dicke der Wabenwand mit den Sinnesorganen ihrer Fühler. 
 Gewinnung und Nutzung von Bienenwachs 
 Der Imker gewinnt das Wachs während der Honigernte beim Entdeckeln der Honigwaben und nach der Honigsaison, wenn Altwaben nach 2-3 Jahren im Bienenvolk durch neue Waben ersetzt werden sollen. Die Altwaben tragen dann die Reste der ununterbrochenen Zucht in sich - Kot, Nymphenhäutchen aus dem Häutungsvorgang, Behandlungsreste der Varroatherapie und anderes. Entdeckelungswachs und Altwaben werden jeweils eingeschmolzen und mehrfach gefiltert, um am Ende ein reines Naturwachs zu erhalten. Aus dem Entdeckelungswachs entstehen neue Mittelwände für Brut- und Honigwaben, die in Rähmchen gelötet werden und die die Bienen zu neuen Bienenwaben ausbauen. 
 Aus dem anderen Wachs können vielfältige Produkte entstehen. Bienenwachs findet aufgrund seiner hautfreundlichen und antibakteriellen Eigenschaft breite Anwendung in der Kosmetikindustrie und Pharmazie. Er schenkt als Kerze umweltfreundlich Licht und Wärme und duftet dabei unverwechselbar. 
 Bienenwachstücher 
 Wir nutzen unser Bienenwachs zur Herstellung einer nachhaltigen Alternative zu Plastikfolie, die zur Aufbewahrung von Lebensmitteln benutzt wird. Diese wird aus hygienischen Gründen zumeist nur einmal benutzt und wird dann zu Abfall. So entstehen gigantische Mengen an Plastikmüll, der im ungünstigsten Fall als Mikroplastik in unserer Nahrung landet. Um das zu verhindern, schneiden wir aus nicht mehr gebrauchter Wäsche oder Stoffbahnen Tücher verschiedener Größen und tränken diese mit heißem Wachs. Damit verleihen wir Ihnen eine sehr hohe stabile Formbarkeit, um Gefäße oder Lebensmittel zu umschließen und damit zu schützen. Zugleich verhindern die antibaktieriellen Eigenschaften des Wachses eine Besiedlung der Lebensmittel mit schlechten Keimen. Damit nutzen wir eine dauerhafte lebensmittelsichere Verpackungsmöglichkeit. 
 Wenn Sie Ihre Lebensmittel auch umweltfreundlich mit dauerhaften Materialien verpacken und lagern möchten, dann finden Sie in unserem Shop eine Vielzahl an Bienenwachstüchern in verschiedenen Formen und Größen für ihren Kühlschrank. 
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                            <updated>2020-02-12T08:30:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Oxalsäurebehandlung zur Wintersonnenwende</title>
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                                            Oxalsäurebehandlung der Mierscher Beien gegen die Varroamilbe zur Wintersonnenwende
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                <![CDATA[
                 Zur Wintersonnenwende im Dezember beginnt für die Bienen die harte Überlebenszeit. Zuvor hat der Imker seine Völker winterfertig gemacht (&quot;eingewintert&quot;) und die Königin im September angefangen, Eier für die Winterbienen zu legen. Diese Winterbienen unterscheiden sich von den Sommerbienen enorm: sie leben länger, ihr Biorhytmus verläuft langsamer, um Energie zu sparen und sie sind gegenüber niedrigen Temperaturen widerstandsfähiger. Ihre Aufgabe ist es, die Königin wohlbehalten durch den Winter zu bringen. 
 Im Dezember beginnt dann für unsere Mierscher Beien der Ernst. Am Beginn oder im ersten Drittel des Dezember, je nach Wetter, hört die Königin auf, Eier zu legen, so dass das Volk zur Wintersonnenwende brutfrei ist. In den kalten Temperaturen des Winters ist das Volk bereits beträchtlich zusammengeschrumpft. Jetzt müssen die verbleibenden Bienen die Königin füttern und in einer sogenannten Wintertraube aneinandergekuschelt wärmen, bis diese (ausgelöst durch Wetter und Sonnenstand) Ende Dezember wieder anfängt, Eier für eine neue Brut zu legen. 
    
 Diese Brutlücke nutzt der Imker, um die Bienen ein letztes Mal im Jahr gegen den größten neuzeitlichen Feind der Biene, die Varroamilbe, zu behandeln. Dabei kommt Oxalsäure zur Anwendung, die die Mierscher Beien nicht wirklich mögen, die aber in Konzentration und Wirkung für die Bienen relativ ungefährlich ist. Gegen die Varroa jedoch ein wirkungsvolles Gift, was der Imker in den Tagen nach der Behandlung unter dem Volk, auf dem Beutenboden, konstatieren kann. Die Oxalsäure wird mit feinem Zucker vermischt, der an den Bienen als Kleber für das Varroagift wirkt, die beim Erklimmen der Bienen in Kontakt mit der Säure kommen und daran sterben. Dann wird diese Lösung vorsichtig auf die Bienen getropft, bei versucht der Imker, so viele Mierscher Bienen wie möglich in der Traube zu beträufeln, um die Wirkung der Säure maximal breit zu entfalten. Da keine Brut existiert, in der sich die Varroa sonst versteckt und ihre Eier legt, kann sie den Dämpfen der Oxalsäure nicht entrinnen und stirbt. 
 Damit ist eine große Belastung vom Bienenvolk genommen, welches damit stabiler durch den Winter kommt. Und der Imker kann beruhigt den Wiederbeginn der Vegetation im Frühjahr erwarten. Meist sitzt er dafür am Fenster mit Blick auf die Winterlandschaft, in der Hand eine Tasse mit Kräutertee, der mit seinem leckeren Bienenhonig gesüßt ist. 
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                            <updated>2019-12-30T18:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Die diesjährige Honigernte in unseren Völkern</title>
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                <![CDATA[
                
                                            Unsere Honigernte war in diesem Jahr zufriedenstellend.
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                <![CDATA[
                 In der aktuellen Beienzeitung der FUAL lese ich, dass es einige Imker in Luxemburg gibt, die nur wenig Honig in diesem Jahr ernten konnten. So bedauerlich dies für diese Bienenfreunde ist, ich kann mich nicht beklagen. 
 Ausgehend davon, dass es mir ja ohnehin nicht auschließlich um die Honigernte geht, war 2019 das erste Jahr, in dem wir Honig geerntet haben, daher gab es für mich keinen echten Maßstab für ein gutes oder schlechtes Jahr. Wir haben in diesem Jahr an einem Volk etwa 23 kg Frühjahrshonig geerntet, der recht schnell kristallisierte und von dem noch einige wenige Gläser übrig sind. 
 Im späten Frühjahr übernahmen wir dann noch drei zusätzliche Wirtschaftsvölker, die uns insgesamt ca. 80 kg Honig lieferten, dafür brachte das Volk in unserem Garten gar keinen Sommerhonig. Dieser Sommerhonig wurde von uns ausgiebig gerührt und ist cremiger als der Frühlingshonig. Insofern betrachten wir unseren Ertrag als erfolgreich. 
 Sie haben also die Qual der Wahl, welcher von unseren Honigen denn nun Ihr Favorit ist. Übrigens: ein lokal erzeugter Honig ist auch an Weihnachten ein beliebtes Mitbringsel für die Lieben daheim und ein gutes Zeichen, dass Sie an der Gesundheit Ihrer Lieben interessiert sind! 
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                            <updated>2019-12-13T15:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Wie die Anderen imkern</title>
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                                            Auf meinen Reisen habe ich andere Formen des Imkerns kennengelernt
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                <![CDATA[
                 Meine Dienstreisen führen mich regelmäßig in den Osten Europas, dort lernte ich in den vergangenen Jahren auch immer wieder Imker und Arbeitsweisen kennen, die mich gleichermaßen überraschten und anregten. 
 In Rumänien trafen wir in den einsamen Karpaten einen Wanderimker, der im Frühjahr und Sommer auf den sattgrünen und blühenden Wiesen der Karpaten imkert und den Herbst und Winter im wärmeren Süden Rumäniens verbringt. Er selbst war schon Pensionär und verbringt seinen Ruhestand zusammen mit seiner Frau sommers im Wohnwagen und winters im eigenen Haus. Dass seine Carpatica- Bienen wehrhafter sind als meine sanften Buckfast, erlebte ich sehr eindrücklich (sh. Foto). 
 In der Ukraine hat die Imkerei eine jahrhundertealte Tradition und die Bienenzüchter haben sich in lokale und nationalen Vereinigungen zusammengeschlossen. Die wirtschaftliche Rückständigkeit des Landes begünstigt die Bienenhaltung insofern, als dass große Flächen noch nicht von industrieller Landwirtschaft betroffen sind und sich dort eine Hohe Vielfalt an Pflanzen und intakte Natursysteme erhalten konnten, die der Biene reichlich und vielfältige Nahrung bieten. 
 Im Norden konnte ich Zeidler beobachten, die traditionell Stammstücken präparieren und im Wald in anderen Bäumen aufhängen, in denen sich die &quot;Dunkle Biene&quot; (Apis mellifera mellifera) dann natürlich ansiedelt. In den endlosen Wäldern nahe den Süpfen des Pripjat versuchen auch Bären immer wieder ihr Glück, an das süße Gold zu kommen, dementsprechend hoch hängen die Klotzbeuten - in bis zu 12m Höhe, in die sich der Imker nur mit einem Seil und einem Brettchen zum Draufsitzen zieht. In dieser schwindelerregenden Höhe arbeitet er dann quasi ungesichert an den Völkern. 
 Im Westen der Ukraine ist man damit beschäftigt, die Karpatenbiene (Apis mellifera carpatica) reinzuzüchten. Sie ist besonders wiederstandsfähig gegen die harten Winter in den Bergen, schwärmt nicht so stark und kann daher einen höheren Honigertrag erzielen. Eine weitere positive Eigenschaft ist eine vergleichsweise hohe Varroaresistenz, die Imkern in Westeuropa doch erhebliche Sorgen bereitet. 
 Interessant war für mich besonders das reiche Wissen der Ukrainer in Bezug auf Bienenprodukte für die menschliche Gesundheit. Es gibt unzählige Produkte die aus Honig, Pollen, Bienenbrot, Propolis, Gelee Royal und Bienengift hergestellt werden und als Medizin oder Prophylaxeprodukt&amp;nbsp; dienen. Am eindrucksvollsten war dabei das Bienenhäuschen in dem Patienten sowohl die gesunde Stockluft einatmen, als auch die Wärme und das Summen der Bienen zur Entspannung nutzen. Noch darf ich meiner Frau nicht damit kommen, aber ich denke schon darüber nach, wo man am besten solch ein Häuschen im Gutland errichten und betreiben kann... 
 Der leichteste Weg zu einer stabilen Gesundheit führt natürlich über den regelmäßigen Teelöffel voller Honig. Schon 60-120 g pro Tag reichen aus, um den Körper von sämtlichen Entzündungen zu befreien. Dafür müssen Sie aber nicht in den Osten Europas fahren, den Honig bekommen Sie auch hier, in unserem Shop. 
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                            <updated>2019-12-10T11:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Wie die Bienen zu uns kamen</title>
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                                            Aus einem Umweltengagement wird ein spannendes Hobby
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            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Wie viele andere Menschen beschäftigt mich der Gedanke an die Umwelt und die Zukunft meiner Kinder schon sehr lange. Der Klimawandel beschwört ein dunkles Szenario für die Menschheit herauf, ich denke wir müssen alles tun, um seine Auswirkungen so weit wie möglich zu beschränken. Dazu gehört auch der Erhalt der Biodiversität, die unter Intensivlandwirtschaft, wachsendem Verkehr und Landzersiedelung arg gelitten hat. Besonders stark sind die Insekten unter menschlichem Handeln betroffen, die Anzahl der Arten und Individuen zurückgegangen. Plakativ dafür wurde in den Medien die Biene als Symbol für die Abhängigkeit des Menschen von der Natur verwendet und das verfehlte seine Wirkung auf mich nicht. Ich wollte der Biene helfen, damit sie mit ihrer Bestäubungsleistung unsere Existenz sichert. Konkret. Aber wie? 
 Lernen, lernen, lernen 
 Da stieß ich auf die Einladung des Stadtbienen e.v. zu einem Schnupperkurs Bienenhaltung im Sommer 2017. An einem langen Vormittag wurden Interessierte wie ich in das Leben und den Jahreszyklus der Biene eingeführt, wir erfuhren wie man Bienen um Ihrer selbst halten kann. Alles ganz entspannt, es kostet nicht viel Zeit (höchstens so viel wie eine wöchentliche Tennisstunde) und auch nicht viel Geld, um damit anzufangen. Ideale Ausgangslage, wenn man Bienen hält, um Bienen zu halten. Ich kehrte hochmotiviert vom Kurs zurück, doch ich wollte die Dinge angesichts weiterer Verpflichtungen entspannt angehen. Darum passierte erstmal nur wenig. 
 Der Luxemburger Imkerverband FUAL empfiehlt jedem Jungimker, erstmal Mitglied in einem der zahlreichen Kantonalvereine für Bienenzüchter zu werden. Ich bin dem gefolgt und habe es nicht bereut, im Gegenteil: die Unterstützung durch den Verband, die Mitglieder der Vereine und der Imkerzubehörhändler ist für angehende Imker eine große Unterstützung und auch Entlastung bei allen Zweifeln. 
 Im Januar 2018 besuchte ich den theoretischen Kurs für Bienenhaltung, der von der  FUAL  organisiert wird. In fünf mehrstündigen Themenpaketen informierte der Bienenberater uns über alles, was ein Imker über die Biene und ihre Lebenswelt wissen muss. Eines wurde sehr schnell klar: der Bienenberater sieht die Biene ganz unsentimental als Quelle der Bienenprodukte, um die es beim Imkern geht. Honig, Pollen, Propolis, zack - Biodiversität ja, aber bitte hinten anstellen. Dennoch fühlte ich mich nach dem Kurs gerüstet für höhere Aufgaben. 
 Zuhause war es komplizierter. Dort wurde die Biene wie wohl bei der Masse der Menschen vor allem als Stechapparat mit Hang zur Bienenstichallergie wahrgenommen, deshalb war die Familie entsprechend skeptisch gegenüber der Idee, eine Bienenkiste in unserem Garten zu installieren - zumal neben spielenden Kindern. Das hielt meine Lieben jedoch nicht davon ab, mich mit allerlei Büchern und Informationen zur Biene und ihrem Leben zu füttern. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse träufelte ich denn auch artig in unsere Familiengespräche ein und erhielt - tata - am Ende die Genehmigung zum Aufstellen einer Bienenkiste in unserem Garten. 
 Das wiederum führte zu Gesprächen mit anderen Imkern aus Mersch, die ich ab März 2018 bei den praktischen Bienenkursen traf, die der Merscher Bienenzüchterverein für seine Mitglieder anbot. Die erfahrenen Imker meinten, dass man am Anfang idealerweise mindestens zwei Völker betreuen sollte, um bei Verlust eines Volkes ausreichend Motivation zum Weitermachen zu haben. Auf dem Bienenstand unseres Präsidenten Nico Turmes konnten wir einmal im Monat den Lebenszyklus der Bienen verfolgen und es wurden die notwendigen Arbeiten demonstriert. Hier wurden die theoretischen Kenntnisse durch praktische Erfahrungen untermauert, und das so nachhaltig, dass selbst gestandene Imker immer wieder an diesen praktischen Kursen teilnehmen, weil man immer wieder einen kleinen Trick oder einen praktischen Handgriff dazulernt. 
 Changes 
 Mit der Zeit bemerkte ich an mir eine Veränderung, die wohl jeder Imker durchmacht: ich betrachtete das Wetter und die Natur mit neuen Augen. Zukünftig drehten sich meine Betrachtungen stärker darum den Zustand der Vegetation daraufhin zu beurteilen, was dies für meine Arbeit an den Bienenvölkern bedeuten könnte. Welche Bäume und Pflanzen blühten? Genügt diese Frühjahrstracht, um die auswinternde Bienenkugel zu ernähren? Muss ich zufüttern, damit das Volk diese kritische Zeit übersteht? Wann ist die Tracht in vollem Gang, so dass ich Honigrahmen auf die Brutbeute setzen kann? Das war eine angenehme Erkenntnis. 
 Die Ankunft 
 Im Juli 2018 kam der Anruf vom Präsidenten unseres Vereins, der sich auch mit der Zucht von Bienen beschäftigt und bei dem ich mein erstes Volk bestellt hatte. Mein Ableger war fertig. Ein Ableger ist ein Minivolk mit Königin, das aus einem starken Volk heraus&quot;gezogen&quot; wird. Aus diesem Ableger sollte mein Volk entstehen. Ein Buckfast- Traum auf Dadant. 
 Ich eilte also zum Imkerzubehörhändler meines Vertrauens, der mich geduldig und umfassend zu Gerätschaften und Werkzeugen beriet, die man am Anfang der Arbeit benötigt. Ein paar Tage später stellte ich meine erste Bienenbeute im Garten auf und verfrachtete den Ableger hinein, der sich dort ohne Irritationen einnistete. Ich setzte einen Tank mit Zuckerlösung obendrauf, um dem Ableger ein starkes Wachstum zu sichern. 
 Ein erhebendes Gefühl wuchs in mir, nun noch ein bisschen mehr Teil der lokalen Biodiversität zu sein. Künftig wurden alle Gärten in der Nachbarschaft kritisch auf Vorhandensein von Pollenblüten oder Nektarquellen überprüft, Schottergärten und Steinwüsten taten noch ein bisschen mehr im Auge weh. 
 Entgegen allen Befürchtungen meiner Familie waren unsere Bienen gar nicht stechwütig, sehr sanft, immer auf Futter fokusiert, nur manchmal vielleicht etwas ungeschickt. Dann konnte es zu schmerzhaften Zusammenkünften zwischen mir und der Biene kommen, die das gar nicht gut vertrug. Schade. 
 Der Sommer war geprägt von zwei gegensätzlichen Interessen: auf der einen Seite wollte ich natürlich immer bei meinen Mädels sein, um sie ausgiebig zu studieren und alles zu lernen; auf der anderen Seite sollten sie natürlich nicht in ihrem Sein und Wachsen gestört oder gar behindert werden. Und das Volk wuchs heran. 
 Erster Winter 
 Im Herbst 2018 war ein stattliches Volk herangewachsen und konnte nach einer Varroabehandlung in den Winter geschickt werden. Ich habe in diesem Winter gelernt, dass man das Flugloch zum Schutz vor Honigräubern zwar mit einem Keil verkleinert, aber niemals vollständig verschließen sollte. Es dauerte keine zwei Wochen und die toten Bienen verstopften den gesamten Eingangsbereich in den Bau. Uncool für die sehr reinlichen lebenden Bienen. 
 Im Frühjahr konnte ich ein sehr stabiles Völkchen auswintern und die Königin legte fleißig Eier, um ihre Untertanen wieder auf Volksstärke zu vergrößern. Die Tracht kam so reichlich, dass ich im März zunächst nicht zufüttern musste, im Gegenteil Honigrahmen mit Mittelwänden aufsetzen konnte, die von den Bienen flugs zu ganzen Waben erweitert und dann mit dem flüssigen Gold gefüllt wurden. 
 Erste Ernte 
 Mit der ersten Ernte wurden neue Gerätschaften notwendig, die ich über ein Inserat auf der Webseite der FUAL gebraucht erwarb. Das erste Schleudern und Abfüllen des Honigs war ein Fest, ich gewann das erste Entdecklungswachs und entdeckte Stück für Stück den Lebenszyklus der Biene. Aber auch das notwendige Maß an Arbeit, dass jetzt so gar nicht mehr einer Tennisstunde entsprach, und nowendige Investitionen, die gerade für Anfänger mit wenig Völkern vergleichsweise hoch sind. Es ist also, will man den Honig gewinnen, kein billiges, zeitarmes Hobby. 
 Andererseits ist die Gefahr, ein sich selbst überlassenes Volk zu verlieren, recht hoch. Wie bei allen Haustieren hat man natürlich eine Verantwortung gegenüber dem Tier. So muss jeder für sich entscheiden, wieviel Pflege nötig ist, um dieser Verantwortung gerecht zu werden. Ich betrachte meine Bienen jedenfalls nicht als Nutztiere, auch wenn Sie mir Honig und andere Bienenprodukte liefern. Dementsprechend reduziere ich meinen Einfluß bei unseren Bienen auf das notwendige Minimum, das lebenserhaltend ist. Den Rest dürfen die Bienen selbst entscheiden. 
 Mit der Ernte kam natürlich auch die Frage nach dem Verbrauch des Honigs auf. Unsere Immen waren so fleissig, dass wir mehr Honig bekamen, als wir selbst verbrauchen konnten und so stellte sich die Frage nach weiteren Abnehmern, Nachdem die gesamte Familie versorgt war, entschieden wir, den restlichen Überhang zur Deckung unserer Investitionskosten zu benutzen, sprich: den Honig zu verkaufen. Und dazu entstand dieser Internetshop! 
 Wer bis hierher gelesen hat, war sehr fleißig und sollte sich nun etwas ausruhen, das Gelesene sich setzen lassen. Am besten bei einer Tasse Tee mit leckerem  Merscher Honig ! 
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